Wenn der Spätsommer den goldenen Herbst küsst
Wenn der Frühnebel morgens über den Wiesen steht und das Licht in warmen Goldtönen durch das Fenster fällt, beginnt eine der schönsten kulinarischen Zeiten des Jahres. Der Übergang vom Spätsommer in den Herbst lädt dazu ein, innezuhalten und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Gibt es ein besseres Format dafür als einen ausgedehnten, gemütlichen Sonntagsbrunch mit der Familie oder lieben Freunden?
Bei einem herbstlichen Brunch treffen die letzten süßen Beeren und Früchte der Spätsommerernte auf die tiefen, würzigen Aromen des Frühherbstes. In unseren Frischemärkten finden sich jetzt zahlreiche saisonale Obst- und Gemüsesorten sowie weitere Produkte aus der Region und aus anderen Anbaugebieten.
Warum der „Neue Wein“ so gut zum Brunch passt
Schon gewusst? In der Pfalz und im Saarland gehört der Federweißer (auch Neuer Wein genannt) unverzichtbar zum Herbstbeginn. Eine alte Pfälzer Regel besagt scherzhaft: Der Federweiße schmeckt am besten, solange die Trauben noch nach Frucht schmecken, aber der Wein schon „schnattert“. Seine feine, natürliche Kohlensäure und die fruchtige Restsüße machen ihn machen ihn zu einer beliebten Begleitung für einen herbstlichen Brunch!
Rezeptidee zum Herbst-Brunch
Kürbis-Ingwer-Pancakes mit Ahornsirup
Herbstliche Note für den Frühstückstisch! Statt klassischer Pfannkuchen servieren wir im September fluffige Kürbis-Pancakes. Das samtige Kürbispüree – beispielsweise aus Hokkaido-Kürbis aus der Region – schenkt dem Teig nicht nur eine leuchtend orange Farbe, sondern auch eine wunderbar saftige Konsistenz. Eine feine Note von frisch geriebenem Ingwer und etwas Zimt sorgt für wohlige Wärme von innen.
Kürbis-Ingwer-Pancakes mit Ahornsirup (für 4 Portionen)
Zutaten: 200 g Hokkaido-Kürbis (gekocht & püriert), 200 g Weizenmehl (Type 405), 2 TL Backpulver, 1 TL Zimt, 1 Prise Salz, 2 Eier (Größe M), 200 ml Milch, 2 EL Ahornsirup, 2 EL geschmolzene Butter, 1 TL frisch geriebener Ingwer.
Zubereitung:
Mehl, Backpulver, Zimt und Salz in einer Schüssel mischen.
In einer zweiten Schüssel Eier, Milch, Ahornsirup, Butter, Ingwer und das Kürbispüree verquirlen.
Die flüssigen Zutaten kurz unter die trockenen rühren, bis ein zähflüssiger Teig entsteht.
Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen. Jeweils 2-3 EL Teig pro Pancake hineingeben, von beiden Seiten 2 Minuten goldbraun ausbacken.
Zu einem Stapel schichten, mit gerösteten Walnüssen oder Kürbiskernen bestreuen und großzügig mit Ahornsirup beträufeln.
Obwohl der Kürbis heute fest in der regionalen Küche verankert ist, reicht seine Geschichte weit zurück. Botanisch gehört er zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt und wurde bereits vor über 8.000 Jahren von den indigenen Völkern Mittel- und Südamerikas geschätzt. Erst im 16. Jahrhundert brachten seefahrende Entdecker die ersten Samen nach Europa und Asien. Eine besondere Erfolgsgeschichte schrieb dabei der heute so beliebte Hokkaido-Kürbis: Im 19. Jahrhundert gelangten amerikanische Kürbissorten nach Japan, wo die Bauern auf der nordischen Insel Hokkaido daraus die Sorte Uchiki Kuri züchteten. Das Besondere an ihm ist bis heute seine essbare Schale und das nussige, an Esskastanien erinnernde Aroma.
Die Erntesaison des Kürbisses markiert den perfekten Übergang vom Spätsommer in den Herbst. Ab September haben die Früchte ihre volle Reife erreicht. Ob ein Kürbis pflückreif ist, verrät ein einfacher Trick: Der sogenannte Klopftest. Klingt der Kürbis beim leichten Anklopfen hohl und präsentiert sich der Stiel holzig und trocken, ist der ideale Erntezeitpunkt gekommen. Beim Schneiden auf dem Feld wird stets darauf geachtet, ein paar Zentimeter des Stiels an der Frucht zu belassen - das schützt das feine Fruchtfleisch vor Keimen und sorgt dafür, dass der Kürbis über Wochen hinweg gelagert werden kann.
Herzhafte Schätze & Seelenschmeichler
Für all jene, die es am Morgen lieber herzhaft mögen, bietet der Herbst eine reiche Ausbeute. Eine warm servierte Waldpilz-Quiche mit heimischen Pfifferlingen und Kräuterseitlingen ist der unbestrittene Star jeder Tafel. Dazu passt hervorragend frisch gebackenes Brot aus unserer Bäckerei, bestrichen mit einem cremigen Kürbis-Frischkäse-Aufstrich oder einem selbstgemachten Birnen-Feigen-Chutney.
Den süßen Abschluss bilden warme Desserts: Ein ofenfrischer Zwetschgen-Crumble mit knusprigen Butter-Zimt-Streuseln vereint saftige Früchte mit wohliger Wärme. Wer es leichter mag, greift zum gebackenen Apfel-Zimt-Oatmeal aus regionalen Äpfeln und Haferflocken - eine warme Frühstücksidee für kühle Morgenstunden.
Herbstliche Dekoration für den Esstisch
Ein gelungener Brunch lebt nicht nur vom Essen, sondern auch vom Ambiente. Jetzt die Farben des Herbstes ins Esszimmer holen:
- Zierkürbisse & Kastanien: kleine, farbenfrohe Zierkürbisse und frisch gesammelte Kastanien locker entlang der Tischmitte verteilen.
- Buntes Laub & Beerenzweige: Gepresste oder frische bunte Blätter in tiefen Rot- und Goldtönen sowie Hagebuttenzweige setzen wunderschöne Farbakzente.
- Warmes Kerzenlicht: Holzbretter und rustikales Steingut-Geschirr mit Teelichtern in dicken Gläsern für ein gemütliches Wohlfühl-Ambiente kombinieren.
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